„Nehme ein Kind an die Hand und lass dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast.“

Unsere Kindertagesstätte Herz-Jesu steht unter der Trägerschaft des Kirchengemeindeverband Herzogenrath/Merkstein. Zurzeit werden 65 Kinder im Alter von 2–6 Jahren in unserer Einrichtung betreut.

Die Einrichtung liegt am Stadtrand zwischen Herzogenrath und Merkstein. Der Kindergarten befindet sich direkt gegenüber der Kirche Herz Jesu. In direkter Nähe befindet sich ein Supermarkt, Bushaltestellen, das Rathaus, die Polizeiwache sowie Ärzte und therapeutische Praxen. Innerhalb von ca. 15 Gehminuten sind wir im Herzen der Stadt Herzogenrath, wo sich neben vielen Geschäften die Feuerwache und die Stadtbücherei befinden, die wir regelmäßig besuchen.

Unser Einzugsgebiet ist das nahe gelegene Neubaugebiet sowie die umliegenden Hauptstraßen.

Unsere Einrichtung verfügt über zwei U-3 Gruppen und eine Regelgruppe. In den U-3 Gruppen werden 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut. Die Regelgruppe besteht aus 25 Kindern im Alter von 3-6 Jahren.

Unsere beiden U-3 Gruppen verfügen über einen Gruppenraum, einen Nebenraum, einen Schlafraum und einem angrenzenden Waschraum mit Wickelbereich.Der Gruppenraum ist individuell auf die Bedürfnisse der Kinder im Alter von 2-6 Jahren gestaltet. Hierzu gehört ein großer Teppich, Kreativbereich, Konstruktionsbereich, Spielteppich, Frühstückstisch, Rückzugsmöglichkeiten wie z.B. die Bücherecke mit Sofa. Beide Gruppen sind mit einer Kinderküche ausgestattet, wo wir gemeinschaftlich verschiedene Koch- und Backaktionen mit den Kindern durchführen.

Auch der Nebenraum kann von den Kindern im Alltag als Spielmöglichkeit genutzt werden. Hierzu wird er individuell und nach den Bedürfnissen der Kinder gemeinsam mit den Erziehern immer wieder neu gestaltet. Der Nebenraum dient den Kindern als Rückzugsmöglichkeit; ein Ort, in dem sie unbeobachtet mit maximal vier Kindern alleine spielen können.

Die Kinder haben die Möglichkeit vom Gruppenraum auf das Außengelände zu gelangen. Auch hier können die Kinder nach Absprache mit maximal drei Freunden ihrer Wahl alleine  spielen. Die Erzieherinnen entscheiden dies gemeinsam mit den Kindern unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes jedes einzelnen. Dank der kompletten Fensterfront, können wir jederzeit auf das komplette Außengelände schauen. Das Außengelände ist ausreichend groß und verfügt über zwei Sandkästen, einer Nestschaukel, einem Klettergerüst mit Rutsche, zwei normalen Schaukeln und Wiesen bzw. Steinflächen. Unterschiedliche Fahrmöglichkeiten, Bälle, Sandspielzeuge usw. stehen den Kindern auf dem Außengelände zur Verfügung.

Die Regelgruppe verfügt über einen großen Gruppenraum, einem Nebenraum und einem Waschraum. Auch hier sind die Spielmöglichkeiten individuell gestaltet z.B. Puppenecke, Malecke, Bauecke. Auch eine Kinderküche steht den Kindern zur Verfügung.

Vor jeder Gruppe befinden sich die Garderobenfächer, wo jedes Kind seinen eigenen Platz hat. In den Gruppen haben die Kinder einen Schrank mit jeweiligem eigenem Fach. Desweiteren verfügt die Einrichtung über einen großen Flurbereich, der von den Kindern im Alltag auch genutzt werden

kann.Der Personalraum dient für Elterngespräche und Rückzugsmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen.   

Unsere Einrichtung verfügt über eine Mehrzweckhalle, die von den Gruppen als Turn-und Bewegungsraum genutzt wird. Diese ist ausreichend mit Fachmaterial ausgestattet und kann von den Kindern nach vorheriger Rücksprache mit den Erzieherinnen in Kleingruppen genutzt werden.

Unsere Öffnungszeiten sind von 7.00 Uhr bis 16.15 Uhr.

Wir bieten nach KiBiz folgende Buchungszeiten an:

  • 25 Stunden
  • 35 Stunden ohne Mittagessen
  • 35 Stunden mit Mittagessen
  • 45 Stunden

Unsere Einrichtung öffnet um 7.00 Uhr. Von 07:00 Uhr bis 9.00 Uhr ist die Bringphase für Kinder. Um 9.00 Uhr schließen wir die Haustüre und beginnen in den Gruppen mit dem Morgenkreis. Nach dem Morgenkreis beginnt bis circa 10:30 Uhr in den Gruppen das flutende Frühstück. Das bedeutet, dass jedes Kind individuell nach seinen Bedürfnissen und mit seinen Freunden, sein von zu Hause mitgebrachtes Frühstück essen kann. Es ist uns wichtig, dass die Kinder ein ausgewogenes Frühstück bekommen.Getränke werden von uns zur Verfügung gestellt: Es gibt jederzeit Sprudel, Wasser ohne Kohlensäure, Kindertee und Milch. Die Eltern bringen immer im Wechsel wochenweise Obst und Gemüse für ihre jeweilige Gruppe mit. Dieses steht den Kindern im Alltag immer zur Verfügung! In dieser Zeit findet auch das Freispiel, sowie geleitete Angebote in den Gruppen oder Nebenräumen statt. Um ca. 11:30 Uhr beginnt der Abschlusskreis; hier werden zum Beispiel mit den Kindern Lieder gesungen, Kreisspiele gespielt oder Bilderbuchbetrachtungen angeboten. Bei schönem Wetter nutzen wir die Gelegenheit auf dem Außengelände zu spielen. Um 12:00 Uhr beginnt die erste Abholphase, diese endet um 12:15 Uhr. Danach wird in den jeweiligen Gruppenräumen, für die Mittagskinder eine warme Mahlzeit angeboten .Im Anschluss daran findet für die Kinder eine Ruhephase statt, in der Hörbücher und Bilderbücher angeboten werden.In dieser Zeit haben die Kinder dann auch die Möglichkeit im Schlafraum ihren Mittagsschlaf zu halten. Ab circa 13:15 Uhr beginnt wieder eine Freispielphase, die die Kinder in den Gruppenräumen oder auf dem Außengelände verbringen können. Von 14:00 Uhr bis 14:15 Uhr endet die Betreuungszeit für die Familien, die 35 Stunden im Block gebucht haben. Am Nachmittag haben die Eltern die Möglichkeit, ihr Kind flexibel bis 16:15 Uhr abzuholen.

Religiöse Erziehung:

Unsere tägliche Arbeit wird vom christlichen Glauben begleitet. Zu den christlichen Feiertagen finden Projekte und Gottesdienste statt, sodass die Kinder an die Bibel und das Leben Jesu herangeführt werden. Auch das tägliche Beten ist ein Ritual in unserem Tagesablauf. Wir versuchen den Kindern auf vielfältige Weise den christlichen Glauben näherzubringen.

In unserem Haus werden schon seit vielen Jahren auch Kinder aus anderen Nationalitäten betreut. Diese Vielzahl von Kulturen versuchen wir den Kindern näherzubringen. Die Kinder und auch die Eltern profitieren voneinander und tauschen sich untereinander aus. Für die Kinder ist das Kennenlernen der Vielzahl der Kulturen ein wichtiger Bestandteil für ihr zukünftiges Leben.

Bei der christlichen Erziehung erhalten wir tatkräftige Unterstützung von Pfarrer Heinz Intrau und den Gemeindereferenten. Hierzu zählen neben Gottesdiensten (zu denen die Eltern immer herzlich eingeladen sind) Kirchenführungen und die Erarbeitung einzelner Schwerpunkte in Kleingruppen.

Projektarbeit:

Die Projektarbeit richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder, d.h. wir arbeiten situationsorientiert. Auch die Jahreszeiten und Feiertage werden in unserer Arbeit miteinbezogen. Ein Beispiel hierfür war das Projekt: “Hier wohne ich und hier komme ich her.“

Hier haben die Kinder sich mit der Herkunft jedes Einzelnen beschäftigt und sich mit Kulturen und Sitten bewusst auseinander gesetzt. Im Vordergrund stand der soziale Aspekt: die gegenseitige Akzeptanz jedes Einzelnen.

Die Projekte werden mit den Kindern geplant und durchgeführt.

Gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, dass man sich als Einrichtung öffnet und ein Netzwerk aufbaut.

Wir arbeiten mit den örtlichen Grundschulen, Kinderärzten, Erziehungsberatungsstellen, dem Gesundheitsamt, dem Jugendamt sowie mit verschiedenen Logo- und ergotherapeutischen Praxen zusammen. Hierbei ist der regelmäßige Austausch sehr wichtig. Wir begleiten Familien in den verschiedenen Lebenssituationen. Hierzu gehört neben Gesprächen auch,wenn gewünscht, die Begleitung zu den einzelnen Institutionen.

Haltung:

„Nichts ist wertvoller, als der Mensch neben uns.“ (Papst Johannes II)

Jedes einzelne Kind ist für uns wichtig und wertvoll. Wir möchten den Kindern zuhören, sie unterstützen, ihre Sorgen und Ängste wahrnehmen und sie individuell nach ihrem Entwicklungsstand fördern. Darüber hinaus ist es uns sehr wichtig, dass die Kinder in uns eine Bezugs-/ und Vertrauensperson sehen. Wir möchten mit ihnen lachen, spielen, basteln, toben. Einfach den Kinder nicht „nur“ eine Erzieherin, sondern auch ein Freundin und Spielpartnerin sein.

Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz, wobei die Werte des katholischen Glaubens immer wieder miteinbezogen werden. Um die Entwicklung jedes einzelnen Kindes wahrzunehmen und aktiv mit dem Kind zu arbeiten, werden mehrmals im Jahr Beobachtungen durchgeführt. Der Stand der Entwicklung ist dann der Ausgangspunkt, wo wir das Kind abholen und individuell fördern. Ein großer Bereich ist die Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen, aber auch die alltagsintegrierte Sprachförderung steht bei unserer pädagogischen Arbeit im Vordergrund.

Elternarbeit:

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Elternarbeit. Hierzu gehört der aktive Elternrat, der aus zwei Elternteilen pro Gruppe besteht. Bei regelmäßigen Sitzungen werden gemeinsam mit dem Kindergartenteam die pädagogische Arbeit besprochen, Feste und Aktivitäten geplant und vorbereitet. Für Fragen aus der Elternschaft sind wir immer offen und freuen uns über eine aktive und engagierte Eltern (auch außerhalb des Elternrates). Wir vertrauen auf eine gute und offene Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, denn nur so können wir gemeinsam sinnvolle pädagogische Arbeit am Kind leisten.

Die Elternarbeit beinhaltet folgende Punkte:

  • Feste planen, vorbereiten und durchführen
  • Unterstützung der Projektarbeit
  • Elternabende
  • Elternbegleitung bei Ausflügen

Ein regelmäßiger Elternsprechtag ermöglicht den Eltern einen Austausch über die Entwicklung ihres Kindes. Selbstverständlich stehen wir den Eltern auch im Alltag für Tür- und Angelgespräche bzw. zeitlich festgelegte Gespräche zur Verfügung.

Gerade in der Zeit der Eingewöhnung ist die Elternarbeit sehr wichtig. Die Eltern geben uns das Kostbarste was sie haben in unsere Hände: Ihre Kinder! Der Einstieg in den Kindergarten wird für jedes Kind und jede Familie ganz individuell gestaltet. Hierbei wird unter anderem die familiäre Situation jedes einzelnen Kindes berücksichtigt. Gerade in den ersten Tagen ist es sehr wichtig, dass die Kinder mit einer Bezugsperson zu uns in die Kindertagesstätte kommen. Nur so können sie langsam das nötige Vertrauen zu uns fassen. Die Eingewöhnung kann je nach Kind 3-6 Wochen dauern. In dieser Zeit ist es sehr wichtig, dass eine Bezugsperson für das Kind und für uns als Erzieher jederzeit greifbar ist. Nach Absprache mit den Erziehern besuchen die Kinder stundenweise die Einrichtung, bis sie dann den kompletten Betreuungsumfang bei uns bleiben können.

Beschwerdemanagement:

Für uns ist es sehr wichtig, dass wir uns immer wieder im regen Austausch mit den Eltern befinden. Dies hat zur Folge, dass Probleme oder Unsicherheiten sofort angesprochen werden können. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das pädagogische Personal im persönlichen Gespräch mit Respekt, Wertschätzung und Empathie Probleme oder Schwierigkeiten der Eltern bzw. Kinder schnell lösen kann. Es gibt verschiedene Ebenen der Problemlösung:

  • Eltern wenden sich an die Gruppenleitung und umgekehrt
  • Eltern wenden sich an die Leitung und umgekehrt
  • Eltern wenden sich an den Elternrat
  • Eltern wenden sich an den Träger und umgekehrt.

Wir als Team haben ein offenes Ohr für die Eltern und Kinder und versuchen gemeinsam für alle Probleme eine Lösung zu finden, die für alle Parteien zufriedenstellend ist.

Partizipation:

„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden.“

Für uns als pädagogisches Team ist es sehr wichtig, dass Kinder Entscheidungen mittreffen können und sie erfahren, dass ihre eigene Meinung sehr wichtig für die Gemeinschaft ist. Bevor Kinder Entscheidungen treffen können, ist es wichtig, dass die Kinder lernen sich selbst wahrzunehmen und eigene Wünsche erkennen und äußern. Bei uns in der Kindertagesstätte verbringen die meisten Kinder zwischen 6 und 8 Stunden am Tag. Dies ist ihr Lebensraum, der für sie vertraut ist und für den sie bestimmte Dinge mitentscheiden können. Immer im Hinblick auf die Entwicklung jedes einzelnen Kindes können die Kinder unserer Kindertagesstätte in folgenden Bereichen lernen sich zu partizipieren:

  • Kinder suchen sich die eigenen Spielpartner und Spielbereiche aus
  • Kinder übernehmen in den Gruppen verschiedene Dienste wie z.B. den Frühstückstisch abräumen
  • Gemeinschaftlich werden Projekte mit den Kindern entwickelt
  • die Gruppenregeln werden in Eigenverantwortung festgelegt und regelmäßig überprüft
  • Die U-3 Kinder suchen sich ihre Bezugserzieherin aus, die sie z.B. wickeln soll

Für uns heißt Partizipation Meinungen zu hören, sie zu prüfen und dann einen gemeinsamen Nenner finden!

Dieser Lernprozess ist für jedes einzelne Kind wichtig und muss immer wieder vom pädagogischen Personal gefördert werden.

Inklusion:

Unsere Kindertagesstätte betreut selbstverständlich auch Inklusionskinder. Die Vielfalt der Menschen und unsere pädagogische Haltung, dass jeder Mensch einzigartig ist, ermöglicht uns ein miteinander. Es ist uns sehr wichtig, dass die Entwicklung jedes einzelnen Kindes berücksichtigt wird und daraufhin gemeinsam mit den Eltern und gegebenenfalls Ärzten/Therapeuten eine gezielte Förderung im Kindergarten aber auch in der Familie stattfindet. Hier ist der regelmäßige Austausch von sehr großer Bedeutung.

Jedes Kind wird wahrgenommen und in seinen eigenen Fähigkeiten wertgeschätzt.

Stand: September 2020